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Der Goldpreis fiel, da Anleger die Zinsentscheidung der US-Notenbank erwarteten, die den Goldpreis weiter unter Druck setzen könnte. Die Unsicherheit über die Maßnahmen der Fed hat Goldhändler verunsichert und sie im Unklaren darüber gelassen, wohin sich der Goldpreis entwickeln wird.
Der Goldpreis fiel am Montag um 0,9 Prozent und gab damit frühere Gewinne wieder ab. Gleichzeitig verstärkte er die Verluste vom September, da der Dollar an Wert gewann. Bereits am Donnerstag war der Goldpreis gefallen, nachdem er den niedrigsten Stand seit 2020 erreicht hatte. Die Märkte erwarten eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed um 75 Basispunkte. Die deutlich gestiegenen Inflationsdaten der vergangenen Woche veranlassten einige Händler jedoch zu Spekulationen auf eine höhere Zinserhöhung.
„Wenn sie weniger restriktiv wären, würde der Goldpreis vom allgemeinen Trend abprallen“, sagte Phil Strable, Chefmarktstratege bei Blue Line Futures, in einem Interview, um den Anstieg der Gold-Futures zu erklären.
Die Goldpreise sind in diesem Jahr gefallen, da die aggressive Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve unrentable Anlagen geschwächt und den Dollar gestärkt hat. Bundesbankpräsident Joachim Nagel erklärte unterdessen, die EZB werde die Zinsen voraussichtlich auch im Oktober und darüber hinaus weiter anheben. Der Londoner Goldmarkt blieb am Montag aufgrund des Staatsbegräbnisses von Königin Elizabeth II. geschlossen, was die Liquidität verringern könnte.
Laut der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) reduzierten Investoren ihre optimistischen Erwartungen, da Hedgefonds, die an der Comex handeln, letzte Woche ihre Short-Positionen schlossen.
Der Goldpreis fiel um 0,2 % auf 1.672,87 US-Dollar pro Unze (Stand: 11:54 Uhr New Yorker Zeit). Der Bloomberg Spot Dollar Index stieg um 0,1 %. Silber verbilligte sich um 1,1 %, während Platin und Palladium zulegten.


Veröffentlichungsdatum: 20. September 2022