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Gold ist ein Edelmetall. Viele Menschen kaufen es, um seinen Wert zu erhalten und zu steigern. Beunruhigend ist jedoch, dass manche Menschen feststellen, dass ihre Goldbarren oder Gedenkgoldmünzen verrostet sind.

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Reines Gold rostet nicht.

Die meisten Metalle reagieren mit Sauerstoff und bilden Metalloxide, die wir Rost nennen. Gold hingegen, ein Edelmetall, rostet nicht. Warum? Das ist eine interessante Frage. Um dieses Rätsel zu lösen, müssen wir die elementaren Eigenschaften von Gold untersuchen.

In der Chemie bezeichnet man als Oxidationsreaktion einen chemischen Prozess, bei dem ein Stoff Elektronen abgibt und zu positiven Ionen wird. Aufgrund des hohen Sauerstoffgehalts in der Natur kann Sauerstoff leicht Elektronen von anderen Elementen aufnehmen und Oxide bilden. Daher wird dieser Prozess als Oxidationsreaktion bezeichnet. Die Fähigkeit von Sauerstoff, Elektronen aufzunehmen, ist gegeben, die Fähigkeit der einzelnen Elemente, Elektronen abzugeben, ist jedoch unterschiedlich und hängt von der Ionisierungsenergie ihrer äußersten Elektronen ab.

Atomstruktur von Gold

Gold besitzt eine hohe Oxidationsbeständigkeit. Als Übergangsmetall weist es eine sehr hohe erste Ionisierungsenergie von 890,1 kJ/mol auf, die nur von Quecksilber (1007,1 kJ/mol) übertroffen wird. Dies bedeutet, dass es für Sauerstoff extrem schwierig ist, ein Elektron aus Gold aufzunehmen. Gold besitzt nicht nur eine höhere Ionisierungsenergie als andere Metalle, sondern aufgrund ungepaarter Elektronen in seiner 6s-Orbitalschale auch eine hohe Atomisierungsenthalpie. Die Atomisierungsenthalpie von Gold beträgt 368 kJ/mol (Quecksilber nur 64 kJ/mol), was bedeutet, dass Gold eine stärkere Bindungskraft zwischen den Atomen aufweist und diese sich stark anziehen, während Quecksilberatome weniger stark angezogen sind und daher leichter von anderen Atomen ionisiert werden können.


Veröffentlichungsdatum: 01.09.2022